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Kiefer und Kiefergelenk

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen Zusammenhänge zwischen Zahngesundheit und allgemeiner Gesundheit. So können zum Beispiel Fehlstellungen im Kiefergelenk die unterschiedlichsten Beschwerden auslösen. Das Kiefergelenk ist über Nervenbahnen mit der Muskulatur um Kopf, Hals und Nacken verbunden. Kommt es zu Störungen in dieser Kette, können Zähneknirschen, Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich Kopfschmerzen oder Migräne und Ohrgeräusche (Tinnitus) auftreten.  

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Craniomandibuläre Dysfunktion (Kiefergelenkssyndrom)

Ein falscher Biss kann zahlreiche Beschwerden auslösen. Die Muskeln unseres Kausystems sind mit der Nacken- und Wirbelsäulenmuskulatur verbunden. Wenn Ober- und Unterkiefer nicht in der idealen Position aufeinander treffen, kann sich das nicht nur im Kiefergelenk bemerkbar machen, sondern auch im Kopf, Nacken, in den Schultern oder in der Wirbelsäule.


Dysgnathie

Einen Fehlbiss, der durch die Fehlstellung der Kiefer verursacht wird, bezeichnet man als Dysgnathie. Die Fehlstellung der Kiefer ist in der Regel genetisch bedingt und entwickelt sich mit dem Wachstum des Kiefers. Eine chirurgische Korrektur der Verlagerung des Kiefers wird deshalb erst bei ausgewachsenen Patienten vorgenommen. Durch eine frühzeitige kieferorthopädische Behandlung können jedoch zu starke Abweichungen schon früher behandelt werden.


Schienentherapie

Kiefergelenkserkrankungen und -beschwerden können mit einer Schienentherapie behandelt werden. Fehlbelastungen der Zähne und Muskelverkrampfungen führen häufig zu Zähneknirschen, Kiefergelenksgeräuschen, aber auch zu Kopfschmerzen (Migräne), Rücken- und Nackenschmerzen. Mit Hilfe von individuell eingeschliffenen oder aufgebauten Kunststoffschienen verkleinert man die Kontakte zwischen Unter- und Oberkieferzähnen. Damit verringert man auch die Dauer der Muskelkontraktionen, das Kausystem entspannt sich und die Abnutzung der Zähne durch zerstörerische Press- oder Mahlbewegungen wird vermieden.


Gaumennahterweiterung (GNE)

Bei einer Gaumennahterweiterung (GNE) werden mit einer speziellen festsitzenden Apparatur die beiden Hälften des Oberkiefers um etwas 10 bis 15 Millimeter auseinanderbewegt. Ein zu schmaler Oberkiefer ist häufig eine Indikation für eine GNE.


Myofunktionelle Therapie (MFT)

Die myofunktionelle Therapie wurde entwickelt, um Fehlfunktion wie beispielsweise falsche Zahnstellungen, Störkontakte beim Zubeißen, Entzündungen des Zahnhalteapparates oder Sprachfehler zu behandeln und dauerhafte Kiefer- und Zahnfehlstellungen zu verhindern. Kieferorthopäden und Logopäden arbeiten in diesem Bereich eng zusammen.


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