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Basalzellkrebs (Basaliom)

Das Basaliom (Basalzellkrebs) geht von den Basalzellen der Epidermis oder den follikulären Keratinozyten aus. Normalerweise wandert eine Zelle der Basalschicht nach mehreren Teilungen in die obere Zellschicht der Oberhaut. Dort verliert sie die Fähigkeit, sich zu teilen und verhornt (Keratinisierung). Das Basalzellkarzinom entwickelt sich aus einer entarteten Zelle der Basalschicht, die keine Fähigkeit zur Verhornung hat. Sie hat allerdings die Fähigkeit, sich zu teilen.

Hauptrisikofaktor für die Entstehung des Basalzellkarzinoms ist die chronische UV-Belastung. Weitere Ursachen können chemische Giftstoffe, physikalische Noxen (Röntgenstrahlen, Verbrennungen), systemische Immunsuppressionen und genetische Veranlagung sein.

Es handelt sich beim Basaliom um eine Krebsart, die über Jahre und Jahrzehnte langsam wächst, jedoch fast nie Metastasen entwickelt. Ebenso gibt es keine Vorstufen (Präkanzerosen). Das Basalzellkarzinom kann überall am Körper entstehen, meistens sind allerdings die Kopf-Hals-Region (Nase, Unterlippe, Nacken) und die Hände betroffen. 

Es beginnt meist mit einem kleinen hautfarbenen, örtlich begrenzten Knoten. Schon bei dieser kleinen Hautveränderung handelt es sich um eine Krebsgeschwulst. Sie sollte möglichst sofort entfernt werden, da sie sonst zu einem großen Tumor heranwachsen kann, der sich flächig ausweitet und in tiefere Gewebsschichten eindringt.

Aussehen:

Das stecknadelkopfgroße, hautfarbige Knötchen, einem Pickel ähnlich, zeigt auf seiner Oberfläche winzige Blutgefäße. Sinkt die Oberfläche des Knötchens ab, bildet sich eine Mulde mit wallartigem Rand. Auf dem Grund der Mulde bilden sich Krusten, die immer mal wieder bluten können. Der Randwall ist mit kleinen Gefäßen durchzogen.

Es gibt unterschiedliche Formen des Basalioms. Hier einige Beispiele:

  • knotiges Basalzellkarzinom: glasiger, hautfarbener, nicht schmerzender Tumor mit perlschnurartigem Randwall und sichtbaren Erweiterungen oberflächlich gelegener kleinster Blutgefäße (Teleangiektasien).
  • sklerodermiformes Basalzellkarzinom: atrophische, an Narben erinnernde, hautfarbene Verhärtung
  • pigmentiertes Basalzellkarzinom: bräunlich, schwarzer knotiger Tumor
  • superfizielles Basalzellkarzinom (Rumpfhautbasaliom): oberflächlicher, scharf begrenzter, flacher, braunrötlicher, teils schuppender Tumor
  • metatypisches Basalzellkarzinom vom Type intermédiaire: entdifferenziertes Basalzellkarzinom mit der Fähigkeit der Metastasierung

Diagnose:

Die klinische Verdachtsdiagnose Basaliom muss immer histologisch gesichert werden, das heißt, es muss eine Gewebsprobe entnommen werden.

Therapie:

Die operative Entfernung eines Basalioms ist häufig die beste Behandlungsmöglichkeit. Bei klar begrenzten Tumoren reicht die chirurgische Entfernung. In allen anderen Fällen wird während der Operation sofort überprüft, ob im Schnittrand des entnommenen Gewebes noch Krebszellen vorhanden sind. Ist dies der Fall, wird der Schnittbereich solange vergrößert, bis die Gewebsprobe keine Krebszelle mehr enthält.

Gegebenenfalls sind kosmetische Nachbehandlungen (z.B. Hauttransplantationen) nötig, beispielsweise, wenn der Gesichtsbereich betroffen ist.

In nicht operablen Fällen kommt die Strahlentherapie zum Einsatz. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind die Photodynamische Therapie (PDT) und die örtlich begrenzte Chemo- oder Immuntherapie.

Prognose:

Die Prognose ist insgesamt gut. Allerdings treten bei mehr als 40 Prozent der betroffenen Patienten innerhalb der ersten drei Jahre Rezidive auf. Deshalb sind regelmäßige Nachkontrollen sehr wichtig. Die Abstände der einzelnen Untersuchungen richten sich nach dem jeweiligen Fall.


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