Zahnersatzvorbereitung
Präprothetische Chirurgie für den optimalen Sitz einer Prothese

Zahnsatzvorbereitung

Nach einem Zahnverlust beginnt sich der Kieferknochen in diesem Bereich schon nach kurzer Zeit zurückzubilden. Ursache ist die verminderte Belastung an dieser Stelle. Auch eine schlecht angepasste Zahnprothese, Parodontitis oder eine ungünstige Hormonlage kann zum Knochenabbau führen.

Damit eine neue Prothese optimal sitzt, können wir mit präprothetischen chirurgischen Maßnahmen eine belastbare, muskelfreie Knochenoberfläche schaffen (Zahnersatzvorbereitung). Auch nachträglich lässt sich das Prothesenlager auf dem Kieferkamm bei vorhandenem Zahnersatz verbessern.

Dafür gibt es je nach Befund unterschiedliche chirurgische Möglichkeiten:

  • operative Korrektur
    verkürzter Zungen und Lippenbändchen, Entfernung von hoch ansetzenden Bändern
  • Modulation des Kieferkamms,
    Beseitigung von Schlotterkamm und Auffüllung von Defekten. Als Folge ungünstiger Belastung, z.B. bei einer nicht anliegenden Vollprothese, kann ein Überschuss von Weichgewebe am Kieferkamm entstanden sein, der das Tragen einer Prothese behindert. Hier können wir modellierend eingreifen.
  • Entfernung von Fibromen und Hyperplasien
  • Mundvorhofvertiefung
    Wenn der Mundvorhof durch den Knochenschwund flacher geworden ist und zu wenig Schleimhaut am Kiefer vorhanden ist, lässt sich mit einer Mundvorhofplastik - der Vestibulumplastik - ein besserer Halt für die Prothese erreichen. Mit dieser Operation wird die Schleimhaut über dem Kieferkamm vergrößert.
  • Modellierende Abtragung von Exostosen (Knochenauftreibungen)